ZUR PERSON

Das Interesse an Pferden entwickelte sich in meiner Kindheit. Der erste Kontakt zum Westernreiten erfolgte in den 80er Jahren, als meine Eltern regelmäßig an Kursen bei Jean-Claude Dysli teilnahmen. Aufgewachsen auf dem elterlichen Araberzuchtbetrieb konnte ich fortwährend Erfahrung mit Pferden jeder Altersstufe sammeln. Erste Turniererfolge erzielte ich mit selbst trainierten Pferden in der sich seinerzeit entwickelnden Turnierszene für westerngerittene Araber und auf rasseoffenen Turnieren, insbesondere der EWU. In den 90er Jahren traf ich auch erstmals Bernie Hoeltzel, der mich mit dem Reining-Virus infizierte. Auf zahlreichen Kursen lernte ich sein Trainingsprogramm kennen und schätzen. Ich konnte bei Hoeltzels in Ontario, Kanada arbeiten und meine Fähigkeiten insbesondere im Bereich Jungpferdetraining ausbauen. Zurück zu Hause folgte das erste eigene QH, das ich bis zur Turnierreife selber ausbildete. Im Jahr 2000 erwarb ich die EWU/FN-Trainerlizenz und begann Unterricht auf verschiedenen Reitanlagen im näheren Umkreis zu geben. Trotz eines anderen Hauptberufes bin ich kontinuierlich in der Jungpferdeausbildung verschiedener Rassen, im Erteilen von Reitunterricht sowie im Turnier-Sport auf regionalem und später nationalem Level aktiv geblieben. Seit 2010 trainiere ich regelmäßig bei Steffen Breug und bilde mich ständig fort. Zu Beginn des Jahres 2016 gründete ich meinen eigenen Betrieb auf dem Becherhof in Mechernich. Im Jahr 2020 verlagerte ich den Standort zum Hubertushof in Kall auf die schöne Anlage der Familie Ferfer.

PHILOSOPHIE

Gleich welches Ziel wir in der Pferdeausbildung verfolgen, müssen wir akzeptieren, dass die Pferde vorgeben, wie lange es dauert, dieses Ziel zu erreichen. Der Schlüssel zum Pferdetraining ist eine solide Basis, auf die man jederzeit zurückgreifen kann, wenn es Probleme gibt. Und diese Basis braucht ihre Zeit. Grundsätzlich muss das Anreiten so erfolgen, dass das Pferd Vertrauen zum Reiter aufbauen kann. Erstes Ziel für das junge Pferd ist, dass es sich unter dem Reitergewicht ausbalancieren lernt. Sobald es seine Balance gefunden hat, kann man beginnen, seine Hinterhand zu aktivieren und es von hinten nach vorn ans Gebiss zu reiten – und das ohne vermeintliche Abkürzungen und ohne künstliche Hilfen. Ein wichtiges Grundprinzip beim Jungpferdetraining lautet dabei

KISS: Keep It Short and Simple.

Die Aufmerksamkeitsspanne eines Pferdes ist recht kurz und die Trainingseinheiten müssen entsprechend gestaltet werden. Darüber hinaus soll jegliches Training nachhaltig und für Pferd und nicht zuletzt den Reiter nachvollziehbar sein – ohne Magie und ohne Effekthascherei. Bei längeren Trainingsaufenthalten kann ihr Jungpferd schonend an den Turniersport herangeführt werden und seine mögliche Eignung für unterschiedliche Westerndisziplinen festgestellt werden.

Grundsätzlich gilt: Leistungsorientiertes Training im Sinne von Langlebigkeit und nachhaltiger Gesunderhaltung, daher Bodenarbeit für Pferde ab 2 Jahre – Arbeit unter dem Sattel für 3-jährige und ältere Pferde.